In den vergangenen Tagen ist etwas Merkwürdiges passiert: Es sind neue Kommentare in diesem Blog eingegangen. Und zwar offensichtlich ernst gemeinte Kommentare. Ich weiß nicht, wie das passieren konnte - wo dieses Blog im Grunde seit mehr als einem Jahr brach liegt. Hat jemand neuerdings erhöhtes Interesse an meinem
XING-Profil und ist so auf diese Adresse gestoßen?
Wie auch immer, um wenigstens diese Leser nicht mit Wortlosigkeit zu verprellen, sollte ich wohl endlich mal darlegen, weshalb dieses Blog leider keinen neuen Content aufweist. Hier ist also die Geschichte des Endes vom Hotelblogger:
Im Frühjahr 2007 wurde nicht nur eine breite Masse auf diese Webseite aufmerksam, sondern auch zwei Hoteldirektoren, in deren Häusern ich beschäftigt war. Die waren nicht wirklich begeistert von den Beiträgen hier und so hatte es sich mit meinen Arbeitseinsätzen dort recht schnell erledigt.
Das war aber nicht weiter schlimm. Denn eine Werbe- und Internetagentur mit Sitz in Berlin, die Firma
wegewerk, mit der ich schon vorher durch dieses Blog zu tun hatte, vernahm mein Schicksal - und bot mir spontan einen Job an.
Zunächst bestanden meine Aufgaben aus Internetrecherche und etwas redaktioneller Arbeit (kein Wunder, so als Ex-Blogger). Später kamen dann vor allem Programmieraufgaben in Flash bzw. ActionScript (damals noch Version 2.0) hinzu und ebenso etwas Videobearbeitung. Zu meinen Tätigkeiten gehörte unter anderem das Erstellen von Flash-Online-Spielen und Werbebannern, die per AS FLV-Videodateien dynamisch nachladen. Da ich an der Technischen Fachhochschule Berlin Medieninformatik studiere, passte das Ganze perfekt zu meinem derzeitigen Bildungsweg.
In der Agentur habe ich ziemlich genau ein Jahr verbracht, das für mich sehr spannend und kreativitätsfördernd war. Ich glaube, ich hätte mich nirgends wohler fühlen können.
Mittlerweile habe ich die Agentur wieder verlassen, um mich - seit März dieses Jahres - in einem großen deutschen Industrieunternehmen meiner Diplomarbeit zu widmen. Dort entwickle ich mit Adobe Flex eine AIR-Desktopapplikation, wobei ich - neben Aspekten der Gebrauchstauglichkeit - vor allem deren Anbindung an einen Webservice und dessen Synchronisation mit der in der AIR-Laufzeitumgebung integrierten SQLite-Datenbank in den Mittelpunkt stelle.
Das alles wäre nicht möglich gewesen, wäre ich nicht mit meinem Hotel-Blog bei meinen ehemaligen Arbeitgebern angeeckt - ich möchte mal sagen, diesen Aufstieg eines Bloggers könnte man glatt als ein wahr gewordenes Web-2.0-Märchen bezeichnen!