Subscribe | Retrun to feeds | Users subscribed: 0 | Last Updated: Nov 18 2008, 21:20:21
Mit Interesse verfolge ich die augenblickliche Diskussion in Ihrem Weblog. Dazu passend übermittle ich Ihnen beiliegend eine aktuelle Rechnung von Bestattungen ****. Dieses Unternehmen hat meine Mutter aus dem Krankenhaus abgeholt. Uns wurde dazu keine Wahl gelassen. Die Bestattung haben wir dann aber von einem Bestatter in unserer Heimatstadt durchführen lassen. Pos 1. Abholung der Verstorbenen 219,00 Euro Pos 2. Hilfskraft zur Abholung 99,00 Euro Pos 3. Verwendung Notsarg 134,50 Euro Pos 4. Desinfektion Notsarg 68,00 Euro Pos 5. Formalitäten Krankenhaus 78,90 Euro Pos 6. Kühlung 1 Nacht 130,00 Euro Die Pos 1., 2. und 6. fielen dann bei ‘unserem’ Bestatter auch noch mal an, wenngleich in bedeutend niedriger Höhe. Zunächst wollten wir den ersten Bestatter nicht bezahlen, aber wir haben gleich gemerkt, dass das auf grossen Ärger hinausläuft. Die sind geschult im Umgang mit ‘Abspringern’ und man ist ja dann auch wirklich nicht in der Lage sich gross zu wehren. So haben wir es dabei bewenden lassen. Bezüglich eines Hinweises auf einen Artikel in einem anderen Weblog schrieb jemand: Und ich hab irgendwie ein Deschah-Füh, entweder Tom wird alt&vergeßlich oder er pappt jetzt einen grünen Punkt auf seine Beiträge, IMHO war dieser Blogeintrag schonmal verlinkt. Das kann durchaus passieren! Hier sind in anderthalb Jahren weit über 2.000 Artikel erschienen. Alle habe ich auch nicht im Kopf, vor allem die nicht, die auf Empfehlungen und Hinweisen von Lesern beruhen. Jeden Tag erreichen mich auch Zuschriften mit lustigen Bildern, Anzeigentexten usw. Mal abgesehen davon, daß ich die meisten aus urheberrechtlichen Gründen nicht bringen kann, sind viele auch bereits erschienen. Manchmal ist es aber auch so, daß ich ein Bild von 20 oder 30 Leuten zugeschickt bekomme und ob der vielen Wiederholungen fälschlicherweise glaube, daß wir das schon hatten. Man wird halt nicht jünger. Erst einmal ein riesiges Kompliment für Deinen Blog! Ich habe selten etwas so Informatives und zugleich Unterhaltsames, aber immer doch Pietätvolles gelesen, Hut ab! Aber eigentlich schreibe ich Dir, weil ich eine Antwort leider im Blog nicht gefunden habe. Vor längerer Zeit ist eine Bekannte gestorben. In unserem 9.000-Seelen-Örtchen gibt es nur eine Filiale einer großen Bestatter-Kette. Weil sie im Krankenhaus verstarb, landete die Bekannte bei dieser Pietät, was ihrem Mann nicht recht war, da er lieber das inhabergeführte Bestattungsunternehmen im Nebenort wollte. Das teilte er auch den Mitarbeitern der Pietät mit und bekam zur Auskunft, dass er nicht wechseln könne, weil sich die Bestattungsunternehmen die Orte aufgeteilt hätten, und seine Frau kommt halt mal aus dem Örtchen, für das die Pietät zuständig wär’. Nun die Frage: Dürfen die das???? Bei meiner Oma wirds nämlich auch irgendwann so weit sein, und da die Pietät sowohl in Service als auch in Preis absolut besch***en ist, möchte ich die auf keine Fall beauftragen… Selbstverständlich ist man vollkommen frei in der Wahl eines Bestatters. Es kann aber durchaus sein, daß bestimmte Bestatter sich tatsächlich bestimmte Bezirke aufgeteilt haben. Es gibt z.B. etliche Bestatterkooperationen, das sind freiwillige Zusammenschlüsse mehrerer freier Bestatter, die nach außen hin in verschiedenen Orten unter ihren traditionellen Namen auftreten, tatsächlich aber einen gemeinsamen Einkauf, gemeinsame Lager und Kühlräume haben… …und bei denen es letztlich keinen wirklichen Unterschied macht, ob man nun bei dem einen oder bei dem anderen landet. Man würde ggfs. sogar von den gleichen Leuten beraten und bedient. Da kann es dann durchaus Sinn machen, wenn es heißt: Gehen Sie doch bitte zu dem Bestatter direkt bei Ihnen am Ort. Ansonsten gibt es aber nur noch bei großen Kettenbetrieben solche Regelungen und nahezu jeder Bestatter wird gerne auch Aufträge aus benachbarten Orten annehmen. Ein anderes Problem ergibt sich, wenn das betr. Krankenhaus einen Vertrag mit seinem Bestatter hat (-> siehe auch hier). Ähnlich wie bei Polizeieinsätzen bestimmter Bestatter geben die beauftragten Institute die einmal abgeholte Leiche nicht gerne wieder her. Man hätte gerne auch den Folgeauftrag. Da wird dann mit allerlei, nicht zuletzt finanziellen, Unannehmlichkeiten gedroht, damit der Auftrag auch ja im Hause bleibt. Leider beugen sich viele Angehörige diesem Druck. “Na hören Sie mal, das ist ja auf polizeiliche Anordnung geschehen, wollen Sie sich gegen die Staatsanwaltschaft stellen?” Oder: “Natürlich können Sie auch ein anderes Institut beauftragen, aber dann kommen von unserer Seite sicherlich Kosten in Höhe von 1.500 Euro auf Sie zu, das könnten Sie sich sparen wenn Sie bei uns blieben.” Grundsätzlich kann man aber durchaus einen Verstorbenen auch wieder bei einem notfalls beauftragten Bestatter wieder abholen und vom Bestatter seines Vertrauens bestatten lassen. “Wie genau schreiben Sie das?” Das fragt mich eine Bewerberin. Ich hatte zuvor gesagt: “Hier haben Sie einen Kugelschreiber und einen Zettel. Schreiben Sie sich doch mal unsere Telefonnummer auf und rufen Sie am Freitag an, bis dahin haben wir uns entschieden.” Dann hatte ich ihr unsere Nummer diktiert. Ja und dann kam diese Frage: “Wie genau schreiben Sie das?” “Was? Was schreibe ich wie?” “Entschieden oder so.” “Wie ‘entschieden’? Das brauchen Sie doch nicht zu schreiben. Es reicht doch wenn Sie die Nummer aufschreiben. Sie können aber auch eine Visitenkarte mitnehmen.” “Ja, ist vielleicht besser, mit dem Schreiben und den Zahlen habe ich es nämlich nicht so.” Ich glaub’ ich nehme sie trotzdem. Sie soll ja ‘nur’ putzen und hatte sich aufgrund eines Zettels vorne am Fenster spontan gemeldet. Alles über “Sarch-Fietsen” gibt es hier. Eingesandt von Denise uit Holland tragt ihr eigentlich auch noch die verstorbenen mit den füßen voran aus dem haus? Die Frage wurde schon mehrfach gestellt und beantwortet. Es kann aber sein, daß diese Antworten im Zuge der Umorganisation der FAQ verlorengegangen sind. Also: Ja, wir tragen die Verstorbenen mit den Füßen voran. Einerseits erwarten das die Angehörigen oft so und andererseits hat es auch praktische Gründe. Da es beim Verlassen des Hauses oft über Treppen hinab geht, ist es sinnvoller, der Verstorbenen mit dem Kopf nach oben zu transportieren um zu gewährleisten, daß sein Mageninhalt an Ort und Stelle bleibt. Also, egal ob nun mit Füßen oder Kopf voran, es gilt immer: Köpfchen in die Höh’. Ach komm, das mit der Rüttelprobe hast Du Dir doch ausgedacht. Netter Versuch, aber DAS glaubt Dir keiner. Da hätten die Friedhofsarbeiter viel zu tun, wollten sie an allen Steinen rütteln! Sonst aber toller Blog! Rüttelprobe auf dem Friedhof / Standsicherheit von Grabmalen Aus Sicherheitsgründen ist die Gemeinde verpflichtet, in regelmäßigen Abständen zu überprüfen, ob die Grabmale auf unserem Friedhof die nötige Standsicherheit aufweisen. Diese Überprüfung wird jeweils im Frühjahr durchgeführt. Sollte bei der Rüttelprobe durch Mitarbeiter der Gemeinde festgestellt werden, daß einzelne Grabmale nicht die erforderliche Standsicherheit aufweisen, so ist die Gemeinde nach den Unfallverhütungsvorschriften für Friedhöfe verpflichtet, die Grabsteine umzulegen. Wir empfehlen allen Verfügungs- bzw. Nutzungsberechtigten von Gräbern, ihre Grabmale auch regelmäßig selbst zu prüfen und anstehende Instandsetzungsarbeiten rechtzeitig durchführen zu lassen. Wir bitten um Kenntnisnahme und danken für Ihr Verständnis. Ihre Gemeindeverwaltung Quelle Im Weblog “Orchestermusikerin” gibt es eine nette mehrteilige Story über eine Seebestattung. Lesenswert! Hier der passende Link. gefunden von Zbygnev EinsFestival zeigt in der Reportagenschiene um 15.30 Uhr von Montag bis Freitag fünf Dokumentationen, die sich dem Thema Endlichkeit, Tod und Trauer von unterschiedlichen Seiten zu nähern versuchen. Wie gehen Menschen mit der Diagnose um, dass sie nur noch wenig Zeit zu leben haben? Was fühlt ein Arzt, der für seinen Patienten statt einer Heilung nicht mehr tun kann, als die Schmerzen erträglich zu machen? Die ethische Frage nach Sterbehilfe führt zu Konflikten, deren Lösung nicht leicht fallen kann. EinsFestival regt zum Nachdenken an. Mo 17.11. um 15.30 Uhr - Nicht weinen, Mama! Leben und Sterben im Kinderhospiz Di 18.11. um 15.30 Uhr - Mein Kampf gegen die Zeit …Das Leiden einer ALS‑Patientin Mi 19.11. um 15.30 Uhr - Todkrank und abgeschrieben …Zwei‑Klassen‑Medizin in Deutschland Do 20.11. um 15.30 Uhr - Mein Tod gehört mir …Sterbehilfe in Deutschland? Fr 21.11. um 15.30 Uhr - Zeit, die mir noch bleibt …Diagnose Lungenkrebs gefunden von Michael Bei ibäy gab es mal wieder ein echtes Schnäppchen. Gefunden von “Rosmarin” hier. Um 5.40 Uhr bin ich meistens schon wach, trinke den ersten Kaffee und lese Zeitung. Heute Morgen öffne ich die Briefkastenklappe und greife schlaftrunken ins Leere, keine Zeitung da. Was ist passiert? Ist wieder mal Sonntag und ich blicke es nur nicht? Streiken die Zeitungsleute? Ich beschließe, etwas zu warten. Um 6 Uhr ist immer noch keine Zeitung da, normalerweise wird die zwischen 4 und 5 Uhr zugestellt. Kurz vor 7 Uhr schicke ich eine Mail an den Zeitungsverlag, ob man mich heute vergessen hat. Wenig später ruft eine Frau von der Zeitung bei mir an. Das täte ihnen furchtbar leid und selbstverständlich würde ich meine Zeitung noch bekommen, es sei heute ein Ersatzzusteller unterwegs gewesen, der den einen oder anderen Fehler gemacht habe. Man sende nun die fehlenden Exemplare per Taxi nach. Nein, nein, sage ich, das brauche man nicht, der Weg zum Kiosk sei doch nicht so weit und ich könne ohne weiteres eben meine Zeitung am Kiosk holen. Das käme ja har nicht in Frage, als Abonnent stehe es mir doch zu und ich solle auf das Taxi warten. Und tatsächlich wenig später fahren vier oder fünf Taxis durch unsere Straße und jeder Fahrer stellt irgendwo eine Zeitung zu. Guter Service, aber teure Sache. Wir kommen gestern auf den Friedhof und finden den Grabstein meines 1984 verstorbenen Bruders umgelegt. Auf dem Grab steckt ein Schildchen, das Ganze sei aus “Sicherheitsgründen behördlicherseits” vorgenommen worden. Frechheit! Ich bin echt sauer und überlege ob ich die nicht verklage. Die Mitarbeiter der Friedhöfe inspizieren in regelmäßigen Abständen alle Grabsteine auf Standsicherheit. Finden sie Steine vor, die sich vom Hauptwerk oder Fundament gelöst haben, bringen sie dort einen Aufkleber an. Damit werden die Angehörigen informiert, daß der Stein im ungünstigen Fall umstürzen kann und sie den Mißstand beseitigen sollen. Tun die Angehörigen das nicht, ist die Verwaltung berechtigt, die Gefahr des Umstürzens durch vorheriges Umlegen oder sogar Entfernen des Steins zu bannen. Warum man allerdings 80 cm hohe Steine für eine Gefährdung hält, bleibt mir seit jeher schleierhaft. Hinter den Gräbern sind meistens keine Wege, über die Gräber sollte niemand laufen, wen also sollte so ein Steinchen erschlagen? Von größeren Grabmalen kann sicherlich eine entsprechende Gefährdung ausgehen, aber bei kleinen Reihengrabsteinen? Nun, es ist eben so und was wären die Friedhofsverwalter ohne ihre halbjährliche “Rüttelprobe”? Auf dem Grab meiner Großeltern muß der Grabstein erneuert werden. Jetzt hat der Steinmetz die Arbeiten begonnen. Um aber das Fundament ausgraben zu können, müssen die Pflanzen und Bäumchen raus. Der Gärtner schreibt in seinem Angebot, daß er die “Pflanzen einschlagen” will. Der kann doch unmöglich alles abholzen, das hat doch ein Vermögen gekostet. Wenn Gärtner Pflanzen einschlagen, meinen sie normalerweise damit, daß sie die Pflanzen vom Grab bergen, den Wurzelballen in Jutesäcke o.ä. einschlagen und die Pflanzen für eine bestimmte Zeit bei sich lagern um sie später, sofern die Pflanzen diese Maßnahme unbeschadet überstanden haben, wieder an Ort und Stelle auszupflanzen. …sehen wir uns gezwungen Ihre Rechnung nunmehr nicht zu bezahlen. Die Gebühren für das Grab waren schon fällig und wurden von uns sofort an die Friedhofsbehörde überwiesen. Der Steinmetz wird seine Rechnung ebenfalls in den nächsten Tagen erhalten. Damit sind die finanziellen Mittel aus der Hinterlassenschaft erschöpft. Bitte wenden Sie sich an die anderen Erben. Bitte sehen Sie von weiteren Mahnungen ab! Wir haben bereits drei Mahnungen erhalten, sollte noch eine eintreffen oder Sie gar einen Mahnbescheid erlassen, werden wir Sie wegen Schadensersatz aus seelischer Grausamkeit belangen. Sowas gibt man einfach an den Anwalt weiter. Meinen Führerschein habe ich ja auch schon einige Jahrzehnte und bilde mir ein, ein guter Fahrer zu sein. Aber das glaubt wohl fast jeder von sich und sicherlich glaubt das auch Herr Böhm. Herr Böhm tauchte heute Morgen sehr früh mitsamt seiner Ehefrau bei uns auf und klingelte Sturm. Dazu muß man zunächst wissen, daß es von unserem Haus nur einen Katzensprung bis zum Friedhof ist und viele, vor allem Ortsfremde, glauben, daß unser Haus sozusagen zum Friedhof dazugehöre. Jener Herr Böhm ist hochbetagt, wenn man das von einem 87-jährigen sagen darf und seine Frau ist mit 84 kaum weniger alt. “Hallo! Ist da wer?” tönte die noch recht kräftige Stimme des Alten durch den grauen Morgen und veranlasste mich zu schnelleren Schritten. Endlich an der Tür öffnete ich und der rüstige Rentner ergriff sofort meine Hand: “Gut, daß Sie schon auf sind! Wir sind nämlich vier Stunden zu früh!” “Vier Stunden zu früh für was?” erkundigte ich mich. Seine Frau rief von weiter hinten: “Wegen der Beerdigung von Lina!” Nunja, ist ja recht schön, aber ich kenne keine Lina und mir ist auch kein Sterbefall aktuell bekannt, zu dem der Name Lina passen würde. So bat ich das Ehepaar erst einmal herein, machte Kaffee und warf noch einmal sicherheitshalber einen Blick in den inzwischen hochgefahrenen PC, nein, eine Lina haben wir nicht. “Doch, doch, die müssen Sie haben, da ist doch in vier Stunden die Beerdigung. Ich habe mich aber mit der Zeit vertan und wir sind viel schneller angekommen, als ich dachte”, erklärte Herr Böhm. Seine Frau machte eine wegwerfende Handbewegung und meinte nur: “Der fährt ja immer viel zu früh los, weil er sich ja auch immer verfährt und der fragt ja nie, der fragt ja NIE nach dem Weg, NIIIIE!” “Aber wir kommen nie zu spät!” knurrte er. Der Hinweis mit dem Verfahren gab mir zu denken und ich erkundigte mich: “Wo soll denn die Beerdigung stattfinden?” “Ja hier, auf dem Friedhof in Krefeld”, bestätigt mir der alte Böhm meine Befürchtung und ich muß ihm erklären, daß er da noch einige hundert Kilometer fahren muß. Er zuckt nur mit den Achseln, nickt seiner Frau zu: “Trink Deinen Kaffee aus, wir müssen weiter.” “Sind Sie sicher, daß Sie den Weg schaffen?” erkundige ich mich vorsichtig. “Aber natürlich! Ich war schließlich in Rußland!” “Ich gebe Ihnen mal unsere Visitenkarte mit, falls irgendwas ist unterwegs… rufen Sie mich einfach an, ja? Und sagen Sie auch kurz Bescheid wenn Sie angekommen sind.” “Ja klar, machen wir und danke für den Kaffee.” So als ob so ein Zwischenstop, hunderte von Kilometern vom Ziel entfernt, völlig normal sei, zogen die beiden Alten winkend wieder ab. Na denn, gute Fahrt! Alle Jahre wieder präsentieren sich nach Ende September die Nachzügler auf dem Ausbildungsmarkt den Ausbildungsbetrieben. Mittlerweile ist es so, daß ein großes Chemieunternehmen hier die Besten der Jahrgänge abfischt. Eine geschickte Kooperation mit den Schulen macht es möglich. Schon in der neunten Klasse dürfen die Jugendlichen in das Job-and-Clever-Center. Nichts weist darauf hin, daß der Chemiekonzern dahintersteckt und die Jugendlichen sind begeistert. Moderne helle Räume, jeder bekommt leihweise ein eigenes Notebook und man wird von “coolen” jungen Berufsberatern interviewt. Im Laufe des Vormittags geben die Jugendlichen alle ihre Daten, falls bekannt, sogar die Daten ihrer Eltern in das tolle Notebook ein, bekommen als Belohnung ein “super klasse PC-Game” und stimmen freudig zu, daß ihre Daten “zum Zwecke der Information, Berufsfindung und Verbraucherinformation an ausgewählte Partnerbetriebe weitergegeben werden”. Gleiches haben die Eltern übrigens im Vorfeld schon zu 99% unterschrieben. Ich mache seit vielen Jahren bei der Ausbildungsbörse der IHK mit. Wenn eigentlich schon alle Lehrstellen, Verzeihung: Ausbildungsplätze, vergeben sind, dann kümmert sich Frau Dölkens-Furttbringer von der IHK sehr einfühlsam und individuell gemeinsam mit Herrn Poppenried von der Job-Agentur (oder wie immer das Arbeitsamt gerade mal heißt) um die Übriggebliebenen, die noch keinen Ausbildungsplatz bekommen haben. So manches Mal habe ich da schon jemanden gefunden und war in aller Regel sehr zufrieden mit diesen Kandidaten. Unsere Fahrer rücken meistens zu zweit aus. Zwei Männer schaffen es, jeden normalen Verstorbenen zu bergen. Stellt es sich dann mal heraus, daß es nicht so ohne weiteres klappt, dann helfen entweder Angehörige oder es rücken halt noch weitere Fahrer von uns aus. Warum die Fahrer des kommunalen Bestatters seit Ewigkeiten mit fünf Mann ausrücken, muß man nicht unbedingt verstehen. Der Fahrer ist nur als Fahrer eingestellt und würde niemals aussteigen, geschweige denn an einem Sarg mit anfassen. Dafür sind sein Beifahrer und die drei Herren auf der hinteren zweiten Sitzbank des Bestattungswagens zuständig. Das war schon immer so und ich hätte geschworen, daß das auch immer so bleibt. Doch heute Mittag sehe ich am Krankenhaus den Bestattungswagen der Kommune und tatsächlich, ich glaube kaum meinen Augen zu trauen, der Fahrer und sein Beifahrer schleppen einen Sarg! Keine weiteren Lakaien, kein dritter, vierter und fünfter Mann. “Was’n los bei Euch?” erkundige ich mich: “Heute nur zu zweit?” “Hörn’se bloß auf”, keucht der Fahrer und nachdem sie eingeladen haben, kommen die beiden zu mir und nehmen die angebotenen Zigaretten. “Nee, datt is alles wegen dem Sparen. Wir dürfen jetzt nur noch in Ausnahmefällen mit voller Besatzung fahren.” “Ja und was ist mit den anderen Männern? Werden die entlassen, oder was?” “Nee, nee, wer bei de’ Stadt arbeitet, der wird nich’ entlassen! Die sitzen jetzt im Keller und warten bis die mal dran sind.” “Und wo ist da der Spareffekt?” “Der Chef meint, beim Benzin. Zwei wiegen nich’ so viel wie fünf.” Kluger Mann! Hallöle lieber Tom! Ich lese Dein Weblog schon eine ganze Weile, ich glaube sogar von Anfang an. Ich habe es von Anfang bis Ende durchgelesen und habe aber trotzdem keine Antwort auf meine Frage bekommen. Kannst Du mir bitte weiterhelfen?Herzlichen Dank 42 Wie doof muß man eigentlich sein, um eine Grablaterne aus Bronze mitsamt einem 20 Pfund schweren Fundamentstein von einem Grab zu stehlen und dann kackfrech kaum 50 Meter weiter entfernt auf das Grab seiner Oma zu stellen? Diese Frage stellte ich mir, stelle ich Euch und stellte ich auch Frau Leberstein, die von diesem dreisten Diebstahl betroffen war und nach dem Vorfall aufgeregt zu uns kam, weil sie wissen wollte, ob wir einen Steinmetz kennen, der noch schwerere und größere Befestigungssteine hat. Ja, hat er. Der Steinmetz kommt nächste Woche vorbei und hängt einen telefonzellengroßen Klotz an die Laterne, damit dürfte die Lampe dann ziemlich sicher sein. “Und”, erkundige ich mich, “haben Sie den Diebstahl dem Friedhofsverwalter oder der Polizei gemeldet?” “Nein, dann wäre ich ja doof. Die würden dann viel schreiben und allerhand Scherereien machen. Nee, nee, ich hab’ mich auf die Bank gesetzt und gewartet bis der junge Mann kommt, der dieses Grab pflegt. Dann bin ich hin und hab gesagt: ‘Hübsche Laterne haben Sie da’ und schon wollte das Früchtchen stiften gehen.” “Ja und dann?” “Na hören Sie mal, meinen Sie, ich lasse so einen abhauen? Ich hab doch meinen Schirm dabei! Was meinen Sie, was ich dem seine Hucke vollgehauen habe. Boah, was war ich wütend! Ich hab’ erst aufgehört, als die Laterne wieder schön an ihrem Platz stand. Mann, Mann, Mann…”
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